Banner
Banner
Banner
paf002neu.jpg
Berichte
Zahlreiche Veranstaltungen geplant: ProWirtschaft will seine Netzwerkarbeit erheblich verstärken

Pfaffenhofen (mh) Weiterführung der Diskussionen im Sinne der Bildung nachhaltige Entwicklung mit der Möglichkeit zur Kurzvorstellung von Mitgliedsbetrieben und -geschäften – „Spot an“ für Fachvorträge von Mitgliedern, mit denen die hohen Ressourcen an Fachkompetenz und Spezialwissen in den eigenen Reihen auch den anderen Mitgliedern zugänglich gemacht werden sollen – eine Großveranstaltung im Jahr mit einem prominenten Referenten im Stil des Weizsäcker-Vortrags: Nach Meinung der 16 Teilnehmer beim Auftakt der diesjährigen Diskussionstreffen sollen das die Schwerpunkte der Netzwerkarbeit von ProWirtschaft Pfaffenhofen im Jahr 2014 sein – ganz im Einklang mit Planungen von Vorstand und Beirat.


Eine rege Diskussion entwickelte sich unter den 16 Teilnehmern der ersten Diskussionsrunde von ProWirtschaft in diesem Jahr. Fotos: M. Hailer

Gastgeber der Gesprächsrunde war diesmal – gemeinsam mit seiner Frau Nadine – Andreas Bögl in seinem Hörakustik-Meisterfachbetrieb in der Pfaffenhofener Löwenstraße. Er eröffnete den Abend mit einer Kurzvorstellung seines kleinen Unternehmens und beschloss ihn mit einem Rundgang durch die Räumlichkeiten und weiteren interessanten Informationen zu seiner Tätigkeit. Die Teilnehmer zeigten sich sehr beeindruckt von der hoch entwickelten Technik und den Möglichkeiten der modernen Hörakustik.

Der stellvertretende Vorsitzende von ProWirtschaft und Moderator des Abends, Dieter Andre, wies noch einmal kurz auf die erfolgreiche Verankerung des Themas Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Arbeit des Unternehmernetzwerks hin. Diese findet vor allem in den regelmäßigen Diskussionstreffen und den bislang drei großen Veranstaltungen mit prominenten Referenten (Erik Händeler 2011, Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher 2012 und Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker 2013) ihren Ausdruck. Die Diskussion leitete er mit einigen Fragen an die Runde ein: Wie soll ProWirtschaft 2014 mit dem Thema Nachhaltigkeit umgehen? Sollen die Diskussionen fortgesetzt werden, und wenn ja, in welcher Form und Größe? Soll ProWirtschaft weiter eine Großveranstaltung oder lieber mehrere kleinere Vorträge oder vielleicht sogar beides organisieren?

Die Anwesenden sprachen sich einhellig dafür aus, dass ProWirtschaft – trotz des enormen Organisationsaufwands – auch weiterhin einmal pro Jahr ein „Glanzlicht“ setzt. Sofern der Verein sich das finanziell leisten kann. Dieter Andre konnte hierzu mitteilen, dass der Weizsäcker-Vortrag finanziell plus/minus null ausgegangen ist und die Vereinskasse nicht belastet hat. Und auch für 2014 liege bereits wieder eine Zuschusszusage des Hauptsponsors Sparkasse Pfaffenofen vor, freute sich Andre. Das machte den Diskussionsteilnehmern ihre uneingeschränkte Befürwortung einer weiteren Großveranstaltung noch leichter und auch konkrete Namen wurden aus der Gesprächsrunde heraus bereits vorgeschlagen.

Als Erster wurde der ehemalige Bundesumweltminister Professor Klaus Töpfer genannt. Er gilt nicht nur als profilierter Nachhaltigkeitsexperte, sondern auch als glänzender Rhetoriker, der seine Zuhörer mitzureißen versteht. Ein anderer Vorschlag war, das Thema Nachhaltigkeit diesmal „aus weiblicher Sicht“ anzugehen und Claudia Kemfert zu engagieren. Sie ist Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Professorin für Energieökonomie. Weiter ins Spiel gebracht wurde der Theologe und Sozialethiker Prof. Heinrich Bedford-Strohm, seit dem 1. November 2011 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Und nicht zuletzt wurde Christoph Harrach erwähnt. Er ist Initiator der Wertegemeinschaft Karmakonsum und gilt als Vordenker auf dem Gebiet der nachhaltigen und gesunden Lebensstile / LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability).

Dieter Andre wies darauf hin, dass die Entscheidung im Vorstand zeitnah fallen muss. Nur so sei die Verpflichtung eines Referenten mit einem so zugkräftigen Namen, wie ihn die Genannten haben, für Herbst 2014 sicherzustellen. Eine schnelle Behandlung im Vorstand versprach der stellvertretende Vorsitzende auch für den weiteren Input aus den Reihen der Diskussionsteilnehmer. Dabei wurde auch die Forderung laut, ProWirtschaft solle seine Ziele und Absichten noch präziser als bishr herausarbeiten und „Visionen entwickeln“. Auch damit, so Andre, werde man sich im Vorstand auseinandersetzen.

Eine zentrale Rolle wird dabei natürlich das Thema Nachhaltigkeit spielen. ProWirtschaft biete allen, die sich dafür interessieren, eine hervorragende Plattform, erklärte Andre. Noch Defizite sieht der stellvertretende Vorsitzende allerdings bei den Netzwerkaktivitäten. Neue Angebote benötige man nicht, die bestehenden müssten lediglich von den Mitgliedern noch besser angenommen werden. Die Mitglieder stärker zusammenzubringen werde deshalb ein Schwerpunkt in diesem Jahr sein. Bei den Diskussionsteilnehmern rannte Andre damit offene Türen ein: Auch sie wünschten sich häufigere Netzwerktreffen und möglichst einen Jahresplan mit allen Terminen auf der ProWirtschaft-Website.

Einhellig war die Meinung, die Diskussionstreffen zur nachhaltigen Entwicklung in der bisherigen Form weiterzuführen und dabei noch stärker für Kurzpräsentationen von Mitgliedsbetrieben und -geschäften zu nutzen – entweder in den eigenen Firmenräumen, sofern dies möglich ist, oder in einem gastronomischen Betrieb, natürlich aus dem Kreis der Mitglieder. Drei bis vier Gesprächsrunden im Jahr solle es geben, wobei keine Vergrößerung des Kreises angestrebt wird. Die Anwesenden waren sich einig, dass eine Teilnehmerzahl zwischen 12 und 18 ideal für eine fruchtbare Diskussion ist, an der sich jeder beteiligt.


Andreas Bögl führte die Diskussionsteilnehmer durch die Räume seines Hörakustik-Meisterfachbetriebs in der Pfaffenhofener Löwenstraße.

Von der Gesprächsrunde sehr positiv aufgenommen wurde die Idee von Fachvorträgen durch ProWirtschaft-Mitglieder in der Reihe „Spot an“. Schauplatz können wie bei den Diskussionsrunden Firmen-/Geschäftsfräume oder ein gastronomischer Mitgliedsbetrieb sein. Die Absicht dahinter: ProWirtschaft möchte so die enormen Ressourcen an Fachkompetenz und Spezialwissen, die in den eigenen Reihen schlummern, auch anderen Mitgliedern zugänglich machen – ein zentrales Instrument der Netzwerkarbeit. Der zeitliche Rahmen soll dabei wie folgt aussehen: 30 Minuten Begrüßung und Vorstellungsrunde der Anwesenden, 30 Minuten Fachvortrag, 30 Minuten Diskussion. Für gut befunden wurde der Vorschlag, die Teilnehmer mit Namensschildern auszustatten und ihnen die Möglichkeit zu geben, an einem Tisch Visitenkarten und Flyer für Interessierte auszulegen.

Der Vorstand wird nun versuchen, bis zu 12 Fachvorträge zu organisieren. Dieter Andre rief alle Mitglieder auf, sich zur Verfügung zu stellen. Um Missverständnisse zu vermeiden, betonte er noch einmal: „Fachvorträge und keine Werbeveranstaltungen ...“ Am 20. März 2014 wird im Rahmen der neuen Reihe Neumitglied Hermann Schrag, Inhaber von Schrag Sonnenstrom, im Gasthaus Pfaffelbräu zum Thema „Sonnenstrom-Eigenverbrauch für Gewerbe“ sprechen (Beginn 19 Uhr).

Weitere Vorschläge wurden in der Diskussion eingebracht – so z. B. Vorträge über Maßnahmen zur Nachhaltigkeit in Mitgliedsunternehmen oder zum Thema Mitarbeiterführung und -bindung. Generell wünschten sich die Diskussionsteilnehmer, den Komplex Nachhaltigkeit für die heimischen Unternehmen „noch greifbarer zu machen“ und konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Auch ein Vortrag über Nutzung der Social-Media-Netzwerke im Internet wie Facebook, Xing und andere wurde vorgeschlagen. In diesem Zusammenhang erging die Bitte an alle Mitglieder – sofern sie einen eigenen Account besitzen – die Facebook-Seite von ProWirtschaft zu liken, die Postings zu teilen und ihnen so zu noch größerer Verbreitung und Wirkung zu verhelfen.

Wieder aktiviert werden soll in diesem Jahr auch der frühere Unternehmertreff in Form von größeren Betriebsführungen mit Blicken hinter die Kulissen. „Vorhang auf“ heißt dieses Angebot von ProWirtschaft jetzt. Weiter sind gesellschaftliche Veranstaltungen in der Überlegung, wie z. B. eine Xing-Party an Stehtischen mit Stellungswechsel auf Klingelzeichen. Auch eine genussvolle Weinverkostung ist angedacht, wobei ProWirtschaft ebenfalls Fachkompetenz in den eigenen Reihen zur Verfügung steht. Manfred Hailer, als Privatmann Mitglied des Unternehmernetzwerks, ist nämlich ein ausgewiesener Weinexperte.

Der grobe Rahmen für dieses Jahr steht damit. Jetzt warten viel Arbeit auf Vorstand und Beirat, um alles zu organisieren. Auf der Website werden die Mitglieder stets aktuell über Veranstaltungen und Termine informiert.