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Der richtige Schritt in die Zukunft: Erfolgsbilanz von ProWirtschaft
Sonntag, den 13. November 2011 um 10:09 Uhr

Pfaffenhofen (mh) Gut besuchte Veranstaltungen, wachsender Mitgliederstand, hohe Zugriffszahlen auf der neuen Homepage, starke Präsenz in der Öffentlichkeit und in den Medien: Mit dieser rundum erfreulichen Bilanz konnte der Vorstand von ProWirtschaft Pfaffenhofen bei der Jahreshauptversammlung am 10. November 2011 vor die Mitglieder treten. Und jene, die den Verein nach der Trennung von der IG Lebendige Innenstadt und dem Rückzug aus dem operativen Geschäft bereits „totgesagt“ hatten, wurden eines Besseren belehrt: ProWirtschaft ist lebendiger denn je.

Freuen sich über eine positive Entwicklung von ProWirtschaft und über eine
harmonisch verlaufene
Jahreshauptversammlung: 1. Vorsitzender Franz Böhm
(Mitte), sein Stellvertreter Dieter Andre (links) und stellv. Schatzmeister
Dr. Gerald Pöschl (rechts)
. Foto: A. Raths

Es war eine besondere Jahreshauptversammlung für ProWirtschaft im Hotel Moosburger Hof: Zum ersten Mal seit der Neuausrichtung zu Jahresbeginn legte der Vorstand unter Vorsitz von Franz Böhm Rechenschaft ab. Nach nicht einmal einem Jahr steht für das Führungsteam fest: ProWirtschaft ist „auf den richtigen Weg in die Zukunft“ (so Böhm) und hat sich als Netzwerk der heimischen Wirtschaft mit der Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung die richtigen Ziele auf die Fahnen geschrieben. Und die Mitglieder? Sie stärken ihren „Vordenkern“ vorbehaltlos den Rücken, was sie bei der Versammlung einmal mehr mit der einhelligen Zustimmung zu allen Vorschlägen des Vorstands dokumentierten.

Vor rund 35 Mitgliedern und Gästen begrüßte PW-Vorsitzender Franz Böhm besonders den Vorsitzenden des Wirtschaftsbeirates ILM (Initiative Landkreis Managment), Bernd Huber, und dessen Stellvertreter Joachim Reuter. Beiden dankte er für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsbeirat. In seinem Bericht verwies der PW-Chef unter anderem auf sieben Vorstandssitzungen, die wie alle Veranstaltungen von ProWirtschaft in diesem Jahr von der Neuorientierung unter dem Leitmotiv „nachhaltig – regional – vernetzt“ geprägt gewesen seien. Los ging es am 22. Februar 2011 mit der Veranstaltung im Kloster Scheyern, wo ProWirtschaft vor rund 60 Gästen ein neues Kapitel in seiner Geschichte aufschlug.

Rekordzahlen: 109 Mitglieder und viele Zugriffe auf Homepage

Schon dabei, so Franz Böhm, sei die hohe Akzeptanz bei den Mitgliedern zu spüren gewesen, die sich dann wie ein roter Faden durch das ganze Jahr gezogen und auch in einer steigenden Mitgliederzahl niedergeschlagen hat. Diese erhöhte sich von 97 zum 1. Januar 2011 auf aktuell 109, wobei ein Neumitglied noch am Tag der Versammlung hinzugekommen war. Die weitere Steigerung der Mitgliederzahl gab der Vorsitzende auch als eines der Ziele für 2012 aus und hier hofft er auf die Unterstützung aller nach dem Motto „Mitglieder werben Mitglieder“.

Der „Kurswechsel“ von ProWirtschaft wird, wie Franz Böhm weiter ausführte, auch durch die neue Homepage dokumentiert. Und hier hatte er ebenfalls Erfreuliches zu berichten: „Die Zugriffszahlen zeugen vom hohen Interesse an der Arbeit von ProWirtschaft.“ Seine PowerPoint-Präsentation enthielt dazu eine beeindruckende Statistik. So ist beispielsweise die Zahl der monatlichen Seitenbesuche von 1384 im Januar 2011 kontinuierlich angestiegen und der Oktober hat mit 4158 Besuchen eine neue Rekordmarke gesetzt. Die Seitenaufrufe erfolgten dabei von 947 Rechnern und somit auch von einer hohen Zahl von Nichtmitgliedern. PW-Chef Franz Böhm: „Es wird geschaut, was sich hier in Pfaffenhofen und bei ProWirtschaft tut.“

Gut besuchte Veranstaltungen des Netzwerks

Kurz ließ der Vorsitzende die weiteren Veranstaltungen im Laufe des Jahres Revue passieren; so die beiden gelungenen Unternehmertreffs am 29. März 2011 mit der Betriebsbesichtigung beim Pfaffenhofener Werk des Pharmaunternehmens Daiichi-Sankyo und am 1. Juli 2011 mit der Führung auf Gut Eichethof, dem Musterbiobetrieb der Schloss Hohenkammer GmbH. ProWirtschaft habe sich hier wieder erfolgreich bemüht, „in Firmen zu gehen, in die man nicht alle Tage kommt“ und deren Türen normalerweise für die Öffentlichkeit verschlossen bleiben.

Weiter gab es zwei gut besuchte Vortragsabende, der erste am 18. April 2011 im Festsaal des Pfaffenhofener Rathauses in Zusammenarbeit mit der Neue Vermögen AG (Gerhard Kellermann). Es sprach Professor Dr. Hartwig Webersinke, Dekan der Wirtschafts- und Rechtsfakultät an der Hochschule Aschaffenburg. Der zweite Vortragsabend mit Erik Händeler, einem der renommiertesten und gefragtesten Referenten in Deutschland auf dem Gebiet der Zukunftsforschung und der Wirtschaftswissenschaft, bedeutete für ProWirtschaft den Einstieg in die Zukunfts- und Nachhaltigkeitsdiskussion. „Themen, die uns künftig noch viel mehr beschäftigen werden“, prophezeite PW-Chef Franz Böhm.

Elf Newsletter und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit

Der Vorsitzende verwies weiter auf die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, die ProWirtschaft mittlerweile mit professioneller Unterstützung betreibt. Ihren Niederschlag fand dies unter anderem in der ausführlichen Berichterstattung in den örtlichen Medien und auf der eigenen Homepage. In elf Newslettern habe man eine ständig steigende Zahl von Abonnenten – derzeit sind es 237 und damit auch zahlreiche interessierte Nichtmitglieder – über die Arbeit von ProWirtschaft informiert. Außerdem werden die einzelnen Newsletter über das Archiv auf der Homepage durchschnittlich noch 200 Mal aufgerufen.

An diesen und den zuvor genannten Zahlen (Mitgliederentwicklung, Zugriffe auf die Homepage) sehe man, dass sich die Ausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit auszahlen. Das gelte auch für die Firmenporträts auf der PW-Website – ein neuer Service, der bei den Mitgliedern sehr gut ankomme und wie die vielen anderen Aktivitäten auch dazu diene, sich besser kennenzulernen. 60 Firmen seien hier mittlerweile mit Text und Bild vorgestellt. „Die ganze Entwicklung zeigt, wie wichtig es war, unsere Gemeinschaft auf eine Plattform zu heben“, resümierte Franz Böhm.

Gut laufe auch weiterhin der City-Gutschein, teilte der PW-Vorsitzende mit. In den Jahren 2010 und 2011 wurden Gutscheine im Wert von 2959 bzw. 2770 Euro eingelöst. „Geld, das in der Stadt bleibt, betonte Böhm. Deshalb wolle man diese Aktion „weiter im Auge behalten“. Er schloss seine Ausführungen mit einer freudigen Mitteilung: Die frühere Pfaffenhofener Weihnachtsbeleuchtung als letztes Relikt einstiger Aktivitäten von ProWirtschaft habe jetzt nach einer Einigung mit Cellerar Pater Lukas Wirth eine neue Bestimmung gefunden. Sie wird heuer in der Advents- und Weihnachtszeit im Scheyerer Kloster leuchten.

Vier „Module“ für eine erfolgreiche Arbeit

Stellvertretender Vorsitzender Dieter Andre nannte vier entscheidende „Module“ für die erfolgreiche Arbeit von ProWirtschaft und hier an erster Stelle die „Darstellung im Internet“. Bewusst habe man hier Geld investiert, das gut angelegt sei. Das zweite Modul seien die Firmenbesuche als „wichtige Netzwerktreffen“. Hier gebe es im Vorstand Überlegungen, wie man auch kleinere Firmen integrieren könne. Modul Nummer drei seien die Kontakte zu anderen Vereinen und Institutionen, die man noch erheblich intensivieren wolle.

Besonders am Herzen liegen Dieter Andre, wie er einräumte, die auch für Nichtmitglieder offenen 90-minütigen Diskussionsabende als viertes und letztes Modul. „Spannend, informativ und persönlich bereichernd“ seien die Gesprächsrunden für ihn und auch die anderen Teilnehmer, wie er aus vielen Reaktionen wisse. Man werde die Diskussionsabende deshalb als wichtiges Mittel zur Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung fortsetzen. Als nächsten Termin kündigte Andre den 17. November um 19 Uhr in der Klosterschenke in Scheyern an, diesmal mit der Ausgangsthese: „Die Vielzahl der Mitglieder von ProWirtschaft bietet Ressourcen, die Edelsteine sind und nur genutzt werden können, wenn sie erkannt werden – durch die Teilnahme an den Austauschprozessen.“

Erhöhte Ausgaben und neue Satzung wegen Neuausrichtung

Schatzmeister Andreas Gleixner berichtete für das abgelaufene Geschäftsjahr über eine Verringerung des Kassenbestands von 39.749 auf nunmehr 32.661 Euro. Einnahmen in Höhe von 15.135 Euro standen Ausgaben in Höhe von 21.917 Euro gegenüber. Davon seien 8720 Euro allerdings Einmalkosten (z. B. für die neue Website), die im Zuge der Neuausrichtung notwendig gewesen seien, betonte Gleixner. Der von den Mitgliedern einstimmig genehmigte Haushaltsplan für das kommende Geschäftsjahr weist zwar noch einmal ein kleines Minus aus, doch in den Folgejahren rechnet der Vorstand damit, dass sich Einnahmen und Ausgaben dann wieder die Waage halten werden. Armin Kottmayr, der gemeinsam mit Rainer Steinberger die ProWirtschaft-Kasse geprüft hatte, bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde daraufhin einstimmig entlastet.

Ebenso einhellig wurde die neue Satzung angenommen, deren wichtigste Änderungen der stellvertretende Schatzmeister Dr. Gerald Pöschl zuvor kurz erläutert hatte. Die Satzungsänderung sei aufgrund der Abspaltung der IG Lebendige Innenstadt und des Rückzugs von ProWirtschaft aus dem operativen Geschäft – als Beispiele nannte er die Durchführung der Hallertauer Messe und die Weihnachtsbeleuchtung – notwendig geworden. Der Vereinszweck habe damit neu definiert werden müssen. Weiter wolle sich ProWirtschaft künftig auch für Privatpersonen öffnen, die bereits ab 1. Dezember 2011 zu einem ermäßigten Jahresbeitrag von 60 (statt 120) Euro Mitglied werden können. Ebenfalls in der Pipeline ist die Gründung eines Beirats mit mindestens drei und maximal sieben (auch weiblichen) Mitgliedern; hier stehe der Vorstand bereits in Gesprächen.

Verbesserung der Kommunikation auf allen Ebenen

Abschließend stellte Dr. Gerald Pöschl fest, ProWirtschaft habe nach der Trennung von der IG Lebendige Innenstadt keineswegs eine „Beerdigung erster oder zweiter Klasse erfahren“, wie in der Presse zu lesen gewesen sei. Vielmehr stünden die Aussichten gut, die Mitgliederzahl auch im nächsten Jahr weiter zu steigern. Das ist auch eines der Ziele, die Vorsitzender Franz Böhm für 2012 ausgab. Die weitere Verbesserung der Kommunikation innerhalb des Netzwerks und zwischen den heimischen Unternehmen, die Diskussion aktueller Fragen und künftiger Probleme sowie die Entwicklung von Lösungsansätzen zählen ebenfalls dazu. Und als wichtiges Mittel dazu natürlich die Fortführung der erfolgreichen Veranstaltungen.

Hier nannte der PW-Chef weitere Vortragsabende mit prominenten Referenten, die Unternehmertreffs und die Diskussionsabende. Konkret verwies er auf eine gemeinsame Veranstaltung von ProWirtschaft mit der Pfaffenhofener Metasonic AG Ende März 2012 zum Thema Prozessoptimierung im BavarResi (1. Bayerische Genuss-Akademie) und auf den alle zwei Jahre stattfindenden großen Unternehmertag am 11. Oktober 2012, den der Wirtschaftsbeirat des Landkreises mit Unterstützung von ProWirtschaft im Kloster Scheyern organisiert. Wie ILM-Vorsitzender Bernd Huber ankündigte, werden dazu zwei prominente Hauptreferenten erwartet: Pater Anselm Grün und Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Bayerische Wirtschaft.

„Die Arbeit macht Riesenspaß“

Zum Schluss des offiziellen Teils der Jahreshauptversammlung von ProWirtschaft zollte Dieter Andre seinen Vorstandskollegen nach einjähriger Mitarbeit in dem Gremium in seiner jetzigen Zusammensetzung ein großes Lob: „Das ist die ideale Besetzung. Wir verstehen uns bestens und die Arbeit macht Riesenspaß.“ Damit war an diesem Abend alles gesagt …

Interessiert verfolgten die rund 35 anwesenden Mitglieder und Gäste die Berichte
des Vorstands, begleitet von
einhelliger Zustimmung zu allen Vorschlägen und
auch zur Satzungsänderung.
Foto: M. Hailer